Essen ist mehr als reine Kalorienaufnahme!

Heute möchte ich mal besonders das Thema Kalorien ansprechen, und meine Gedanken dazu mit euch teilen, denn auch das Zählen von Kalorien kann eine negative Auswirkung auf unsere mentale und auch körperliche Gesundheit haben und zwar genau dann, wenn es nicht mehr als Tool verwendet wird, sondern das eigene Leben bestimmt.
Ich weiß, dass es einige von euch gibt die Kalorien zählen und wenn man sich dazu entscheidet Gewicht zu verlieren und mal googelt oder das Ganze bei Youtube eingibt, dann findet man so einige, die durch Kalorienzählen ihr Gewicht halten oder abnehmen, vor allem solche, die stark den Fitnesslifestyle leben.
Und es gibt im Internet so viel Info zum Thema Abnehmen, dass man gar nicht mehr weiß, welcher Weg jetzt eigentlich der Richtige für einen ist. Und auch ich war schon des Öfteren an diesem Punkt und habe insgesamt 3 Fitnessprogramme gekauft, die alle auf dem Prinzip vom Kalorienzählen aufgebaut waren. Und bei allen gab es einen Rechner, in dem ich meinen Kalorienbedarf direkt berechnen konnte. So wurde mir in jedem dieser Programme vermittelt, dass es egal ist, was ich esse, solange ich nicht zu viele Kalorien esse, so lange ich also nicht über diesen berechneten Bedarf kommen würde.

Und merkt ihr dabei was? Essen wird eigentlich nur auf eine Sache reduziert und zwar auf die Kalorien. Solche Programme bzw. Apps zum Kalorienzählen sehen Kalorien als das Wichtigste. Sie sehen Kalorien als etwas, von dem man nicht zu viel essen sollte, als etwas das stets limitiert werden sollte, um endlich zu seinem Wunschgewicht zu kommen.
Versteht mich hier bitte nicht falsch, das Kalorienzählen mag für den ein oder anderen funktionieren, aber ich möchte euch mit dieser Episode einfach mal zum Hinterfragen anregen.
Denn eine simple App, ein einziger Kalorienrechner kann nicht unser ideales Gewicht, das für uns und unseren individuellen Körper ideal und gesund ist, kennen. Der Rechner vergisst unsere Individualität, unsere Komposition, unsere Genetik und was sonst noch alles mit rein spielt.
Es gibt keine App und keinen Computer und auch kein menschliches Gehirn, das exakt weiß, was unser Körper braucht.

Beim Thema Ernährung wird zudem oft die Komplexität der verschiedenen Nährstoffe in ihrer Interaktion übersehen. Denn die Aufnahme der Nährstoffe im Körper hängt auch davon ab, in welcher Kombination wir etwas essen. Also zum Beispiel erhöhen Karotinoide die Bioverfügbarkeit von Eisen, während Calcium die Bioverfügbarkeit von Eisen stark senkt.
Genauso zeigt sich aber auch bei gleichen Lebensmitteln wie z.B. zwei Pfirsichen ein starker Unterschied, was den Nährstoffgehalt angeht. Wenn du zwei Pfirsiche vergleichen würdest, könnte der eine locker 40 mal so viel Betacarotinoide enthalten als der andere und zwar abhängig davon, in welcher Saison die Frucht konsumiert wird, die Erde bzw. der Boden in dem der Pfirsichbaum wurzelt, die Lagerung der Frucht, und sogar der genaue Ort wo der Pfirsich am Baum hing.

Ihr merkt also, Ernährung ist so viel mehr komplexer, dass wir gar nicht jede einzelne Komponente erfassen können und auch der Prozess im Körper ist so komplex, dass wir nie 100% sagen können, wie viele der konsumierten Nährstoffe am Ende da ankommen wo sie gebraucht werden.
Wenn euch dieses Thema der Variabilität von Nahrungsmitteln und so weiter näher interessiert, dann kann ich euch das Buch „>WHOLE von Dr. Campbell sehr empfehlen.

Long story short: wir können diesen ganzen Ernährungsprozess zwar nicht erfassen, aber derjenige der wirklich weiß was er braucht, ist unser Körper selbst mit all seinen Signalen, die er uns sendet. Deshalb sollten wir in jedem Fall wieder lernen, der unglaublichen Weisheit unseres Körpers wieder mehr zu vertrauen und zwar auf jeden Fall mehr als jedem Algorithmus, jeder App usw.

Wir sollten wieder lernen, mehr nach innen zu lauschen, als uns von externen Dingen bestimmen zu lassen. Unser Körper ist so intelligent, dass er in jedem Moment weiß, welchen Nährstoff er gerade braucht und sendet uns diese Info, sodass wir die Lebensmittel wählen, die gerade diese Nährstoffe enthalten.
Klar ist inzwischen aber auch schon, dass dieser Prozess auch davon abhängt was wir essen. Denn wenn wir uns nur von stark verarbeiteten Lebensmitteln ernähren, kann unser Körper nicht so optimal mit uns agieren und wir können uns nicht sicher auf unsere Körpersignale verlassen, da solche Lebensmittel so produziert werden, dass wir immer mehr davon wollen. Erleichtert werden kann das Ganze also mit Fokus auf einer vollwertigen Ernährungsweise und einem bewusstem und achtsamen Umgang mit verarbeiteten Lebensmitteln, wo ihr durchaus auch mal euer Köpfchen mitreden lassen dürft.

Ich hoffe das Ganze war bis hier hin verständlich, und ich möchte euch mit diesem Beitrag dazu einladen, Kalorien wieder als etwas Positives zu sehen, als etwas, was uns Energie gibt um ein glückliches und gesundes Leben zu führen, anstatt als etwas, dass stetig limitiert werden sollte.
Legt den Fokus wieder auf GESUNDHEIT, nährt euren Körper mit natürlichen unverarbeiteten Lebensmitteln und vertraut eurem Körper, dass er euer Gewicht so reguliert, dass es für euch gesund und ideal ist.

Diese Kommunikation mit dem Körper wieder zu lernen, kann ein bisschen dauern und Bedarf auf jeden Fall auch mehrere Wochen Übung. Aber das ist es wert. Geht ins Vertrauen anstatt mit Apps oder Rechner alles kontrollieren zu wollen. Ihr braucht keine Angst zu haben, euer Körper will euch nicht dick machen. Geht wieder in die Kommunikation mit ihm, hört ihm wieder zu, haltet ab und zu inne, schließt die Augen und fühlt in euch.

Und jetzt zum Schluss nochmals eine Buchempfehlung zu diesem Thema und zwar heißt das Buch „>„The Pleasure Trap“ oder auf Deutsch „> „ Die Lustfalle: Warum Gesundsein so schwer fällt und was Sie dafür tun können“.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit zum Lesen genommen hast und ich hoffe ich konnte dich etwas zum Nachdenken oder auch Umdenken anregen und freue mich natürlich sehr auf deine Gedanken und Erfahrungen mit diesem Thema.

Ich wünsche dir viel Kraft,
deine Lilith

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