Emotionales Essen und Binge Eating

Ein Teil von Binge Eating kann auch Emotionales Essen sein. Jedoch gibt es klare Unterschiede, die beide voneinander abgrenzen. Binge Eating ist also nicht gleich Emotional Eating. Es kann allerdings sein, dass beide ineinander verschwimmen, man also von beidem betroffen ist.


Ein Gefühl, eine Emotion, entsteht meist durch einen Gedanken in unserem Kopf.
Wenn irgendetwas in deinem Leben passiert, dann hast du einen Gedanken, welcher ein Gefühl kreiert.
Wir als Mensch sind dazu konditioniert uns selbst zu beschützen und vor Gefahren wegzulaufen.
Nun kann es sein, dass sich schon in deiner Kindheit die Gewohnheit für Emotionales Essen gebildet hat. Vielleicht hast du ja, wenn es dir schlecht ging, ein Gummibärchen oder Ähnliches bekommen, damit du dich besser fühlst. Du konntest also gar nicht richtig lernen, wie du mit unangenehmen Gefühlen umgehen sollst.
Viele Menschen rennen deshalb von negativen Gefühlen weg, indem sie beispielsweise Essen oder Alkohol trinken. Sie können also nicht mit negativen Gefühlen umgehen, weil sie es nie gelernt haben.
Ein Emotional Eater isst also, um den Gefühlen zu entfliehen.


Im Vergleich zum Emotionalen Essen wird beim Binge Eating nicht nur gegessen, um ein negatives Gefühl auszugleichen, sondern auch wenn man sich gut fühlt. Außerdem isst ein Binge Eater so viel, wie der Körper halten kann und ein Emotionaler Esser soviel, bis es ihm wieder gut geht.


Im unserem Leben gibt es Höhen und Tiefen, die auch sehr wichtig sind. Schmerz ist also auch ein Teil unseres Lebens, leiden ist allerdings optional. Was meine ich damit?
Es gibt zwei Arten von Schmerz. Einmal gibt es sehr großen Schmerz, wie Todesfälle, welcher nicht zu umgehen ist. Und es gibt den selbst kreierten Schmerz, der nur durch die Gedanken enstehen, an denen wir uns festklammern, beziehungsweise einfach durch die Gedanken, die wir denken. Denn im Grunde haben wir bis zu einem gewissen Maß die Möglichkeit zu wählen, wie wir uns fühlen möchten. Wenn du beispielsweise vor einer herausfordernden Situation stehst, dann hast du einmal die Möglichkeit zu denken, dass du das nie schaffst und alles schief gehen wird. ODER du glaubst an dich und bestärkst dich mit deinen Gedanken. Beide Gedankengänge kreieren unterschiedliche Gefühle in dir, einmal Negative und einmal Positive. Du hast also in bestimmten Situationen tatsächlich die Wahl, wie du dich fühlen möchtest. Du kannst beispielsweise auch jeden Tag, nach dem Aufstehen, dich dazu entscheiden, glücklich zu sein.


Viele Jahre war ich selbst nicht nur von Binge Eating, sondern auch von Emotional Eating betroffen und es hat lange gedauert, bis ich beide voneinander abgrenzen konnte.
Wenn du selbst betroffen bist, dann stellst du dir jetzt sicher die Frage: „Wie komme ich denn nun wieder da raus?“
Beim Binge Eating ist es wichtig, dass du wenn der Drang nach Essen kommt, nicht auf ihn eingehst und ihn als Fehlinformation deines Gehirns urteilslos kommen und wieder gehen lässt, indem du ihn einfach beobachtest.
Im Grunde ist es beim Emotionalen Essen ähnlich. Heiße deine negativen Gefühle Willkommen, anstatt vor ihnen wegzulaufen. Identifiziere sie und benenne sie: „Ich fühle Traurigkeit, Ich fühle Wut, Ich fühle Enttäuschung…“.
Erlaube dir selbst die Gefühle zu fühlen und verbinde dich wieder mit dir selbst. Denn genau dann, wenn du die Gefühle zulässt und sie fühlst, genau dann gibst du ihnen die Möglichkeit auch wieder zu gehen.
Als kleine Übung, schreibe dir auf kleine Zettelchen: „Was fühle ich gerade?“, oder setze dir diesen Satz als Erinnerung stündlich(!) in dein Handy. Immer, wenn du die Erinnerung siehst, versuche das Gefühl, das du gerade spürst zu benennen und zu beschreiben und lass es zu.
Und vergiss nicht: „Du bist, was du denkst“!

Ich wünsche dir viel Kraft,
deine Lilith

Wenn du Fragen hast, dann schreibe mir gerne über hier das Kontaktformular oder über Instagram. ❤

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